Auf zu neuen Ufern
Manchmal wissen wir ganz genau, wohin wir wollen. Und manchmal spüren wir nur: So wie bisher soll es nicht bleiben. Da ist noch etwas.
Vielleicht eine Sehnsucht. Eine leise innere Stimme. Eine Idee, die immer wieder auftaucht. Oder einfach das Gefühl, dass es Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen.
In meiner Arbeit als angehende Kinesiologin begleite ich Menschen genau an solchen Punkten. Kinder und Erwachsene, die sich auf den Weg machen. Manchmal ist es ein grosser Schritt, manchmal ein ganz kleiner. Und manchmal geht es überhaupt erst darum, herauszufinden, wohin der eigene Weg führen darf.
Auch ich bin unterwegs
Was mir dabei immer wichtiger wird: Ich begleite nicht von einem Ort aus, an dem ich selbst „angekommen“ bin.
Auch ich bin unterwegs.
Auch ich verändere mich, hinterfrage, entdecke Neues, lasse Vorstellungen los und öffne Türen, von denen ich vor einiger Zeit noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.
Und je länger ich Menschen begleite, desto mehr verändert sich auch mein Blick.
Ich schaue weniger darauf, was fehlt, was schwierig ist oder was „repariert“ werden müsste. Stattdessen interessiert mich immer mehr:
Was ist bereits da?
Welche Fähigkeiten, welche Kraft, welche Einzigartigkeit trägt ein Mensch bereits in sich – auch wenn sie im Moment vielleicht verschüttet ist?
Für mich ist jeder Mensch in seinem Wesen vollkommen. Nicht im Sinne von fehlerfrei. Sondern vollständig. Mit seiner Geschichte, seinen Erfahrungen, seinen Stärken, seinen Herausforderungen und all den kleinen und grossen Perlen, die manchmal noch darauf warten, entdeckt zu werden.
Und genau diese Perlen möchte ich hervorholen.
Wenn sich ein neues Feld öffnet
Auf meinem eigenen Weg zieht es mich dabei immer stärker auch in eine Richtung, die sich nicht nur mit dem Verstand erklären lässt.
Ich beschäftige mich intensiver mit energetischer Arbeit, mit Spiritualität und mit der Frage, was uns Menschen auf einer tieferen Ebene bewegt und verbindet.
Für mich öffnet sich damit gerade ein ganz neues Feld.
Ein Feld, das mich neugierig macht. Das mich manchmal staunen lässt. Und das meinen bisherigen Weg nicht ersetzt, sondern erweitert.
Meine heilpädagogische Erfahrung bleibt ein wichtiger Teil von mir. Genauso wie die Kinesiologie und das Wissen darüber, wie eng Körper, Emotionen, Lernen und Erleben miteinander verbunden sind.
Und gleichzeitig spüre ich, dass da noch mehr ist.
Mehr Raum für Intuition. Mehr Vertrauen in das, was sich zeigt. Mehr Verbindung. Mehr Blick auf den Menschen als Ganzes.
Vielleicht bedeutet persönliche Entwicklung manchmal genau das: nicht ein anderer Mensch zu werden, sondern immer mehr zu dem Menschen zu werden, der man eigentlich schon ist.
Neue Ufer müssen nicht weit entfernt sein
Vielleicht stehst auch du gerade irgendwo an deinem eigenen Ufer.
Vielleicht weisst du schon, was dein nächster Schritt ist. Vielleicht kannst du ihn noch nicht sehen. Vielleicht spürst du nur dieses leise Ziehen, dass sich etwas verändern darf.
Dann muss der Weg noch nicht klar sein.
Manchmal reicht die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen.
Ich glaube, dass wir nicht immer schon wissen müssen, wohin uns dieser Weg führt. Wir dürfen entdecken. Ausprobieren. Innehalten. Neu wählen. Und manchmal auch einen Umweg gehen.
Neue Ufer beginnen nicht erst dort, wo wir ankommen.Sie beginnen in dem Moment, in dem wir uns erlauben, aufzubrechen.
Auch ich bin gespannt, wohin mein Weg mich noch führen wird.
Und vielleicht begegnen wir uns unterwegs.



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